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Ghana ist mit fast 30 Millionen Einwohnern eine wichtige Größe im Westen Afrikas. Dank politischer Stabilität und zahlreicher Bodenschätze hat sich die wirtschaftliche Lage in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gebessert, wodurch Ghana längst zu den am besten entwickeln Ländern Schwarzafrikas gehört.
Als wichtiges Zukunftsprojekt hat die ghanaische Regierung eine elektronische Identitätskarte, die GhanaCard – ins Leben gerufen. Die GhanaCard ist ein Dokument mit vielen Anwendungen. Sie lässt sich nicht nur – wie jeder Ausweis – als Identitätsdokument nutzen, sondern dient auch als Reisepass-Ersatz innerhalb der westafrikanischen ECOWAS-Region. Darüber hinaus ermöglicht die GhanaCard eine starke Zwei-Faktor-Authentifizierung – als sicherer Passwort-Ersatz für Online-Dienste. Auch das digitale Signieren elektronischer Dokumente ist mit dieser Karte möglich. Mit der GhanaCard kann man sogar bezahlen – wobei die Bürger die Möglichkeit haben, diese Funktion nach der Kartenausgabe zu aktivieren.
Die ghanaische Regierung hat bezüglich der GhanaCard ehrgeizige Ziele. Innerhalb von 12 Monaten sollen insgesamt 16 Millionen Karten an die Bürger des Landes ausgegeben werden.
Zur Realisierung der GhanaCard vertraut die ghanaische Regierung auf cryptovision-Technik. Sowohl die Software auf der GhanaCard als auch die zugehörige Public-Key-Infrastrukture (PKI) und der tokenbasierte Zugriff auf die PKI wurde von cryptovison realisiert. Die PKI der GhanaCard, die für 16 Millionen Zertifikatsinhaber entwickelt wurde, zählt zu den modernsten Zertifikats-Managementsystemen weltweit. Sie umfasst mehrere Zertifizierungsstellen und mehrere Zertifikate auf jeder Karte.
Am 15. September 2017 nahm der ghanaische Staatspräsident Nana Akufo-Addo die erste GhanaCard in Empfang.
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Elster ist ein deutscher Hersteller von Lösungen für die Gas-, Elektrizitäts- und Wasseraufbereitungsindustrie mit Firmensitz in Mainz. Vor allem Messtechnik gehört zum Portfolio des Unternehmens, das 7.000 Mitarbeiter beschäftigt. Seit 2015 ist Elster ein Teil des Honeywell-Konzerns.
Es versteht sich von selbst, dass in der Messtechnik die Datensicherheit eine wichtige Rolle spielt. Für einen Verbraucher kann es sich beispielsweise lohnen, die verbrauchte Gasmenge nach unten zu manipulieren, um weniger bezahlen zu müssen. Da die Digitalisierung und Vernetzung auch in der Energieversorgung immer weiter zunimmt, werden die entsprechenden Messgeräte immer mehr zu einem Bestandteil des Internet of Things. Die gemessenen Daten müssen daher mit Verschlüsselung, digitalen Signaturen und weiteren Maßnahmen der IT-Sicherheit geschützt werden.
Elster hat sich beim Schutz digitaler Daten in zwei Anwendungsbereichen jeweils für eine Lösung von cryptovision entschieden. Einer davon ist das Versenden von abrechnungsrelevanten Daten, die an Übergabepunkten zwischen Gas-Versorgern anfallen. Dabei handelt es sich um Messungen von Volumen und Gasqualitäten an Orten, die meist außerhalb von besiedelten Gebieten liegen. Digitale Signaturen von cryptovision schützen die versendeten Messergebnisse vor Manipulationen.
Der zweite Einsatzbereich ist das Absichern von Firmware-Updates bei zahlreichen Gas- und Strom-Messgeräten. Digitale Signaturen von cryptovision stellen hierbei sicher, dass nur von Elster autorisierte Software auf den Geräten ausgeführt wird.
LibraryES
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Der südamerikanische Staat Ecuador hat (unter Schirmherrschaft mehrerer Ministerien) eine Initiative für die digitale Verwaltung mit verbesserten E-Government-Services für die Bevölkerung ausgerufen. Teil dieses Vorhabens sind eine elektronische Identitätskarte und ein neuer elektronischer Reisepass für die etwa 16 Millionen Einwohner des Landes. Der Reisepass ist auch politisch von Bedeutung, da Ecuador in den Kreis der Nicht-EU-Länder aufgenommen werden will, deren Bürger visafrei in den Schengen-Raum einreisen dürfen – dafür ist ein moderner Reisepass zwingend notwendig.
Das Ausweis- und Reisepass-Projekt wurde zunächst von der Behörde IGM (Instituto Geográfico Militar) geleitet, die bereits seit den Achtziger-Jahren für die Herstellung von Identitätsdokumenten in Ecuador zuständig ist. Im Moment übernimmt das Außenministerium Cancillería die Leitung.
Nachdem IGM mehrfach schlechte Erfahrungen mit eID-Anbietern gemacht hatte, entschied man sich für einen neuen Anlauf mit cryptovision. Für cryptovision sprach vor allem, dass das Unternehmen vollständig auf offene Standards setzt. Ein so genannter Vendor-Lockin (der Kunde ist von einem bestimmten Anbieter abhängig, da nur dessen Lösungen mit der bestehenden Umgebung kompatibel sind), wie er zuvor passiert war, war damit von vorherein ausgeschlossen.
Inzwischen hat cryptovision die elektronische Identitätskarte Ecuadors und den dortigen elektronischen Reisepass mit Hilfe des Produkts ePasslet Suite realisiert. Auch die Produkte CAmelot, SCinterface und SCalibur kommen zum Einsatz.
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In einem Krankenhaus gelten nicht nur hohe Sicherheitsanforderungen (nicht auszudenken, wenn Patientendaten in die Hände von Hackern fallen), sondern auch hohe Anforderungen an die Benutzerfreundlichkeit. Beispielsweise kann sich ein Notarzt oder ein Chirurg nicht mit komplizierten Passwörtern herumschlagen, wenn nebenan ein Patient in Lebensgefahr schwebt.
Das Centre Hospitalier de Luxembourg (CHL), das mehrere Kliniken in Luxemburg betreibt, suchte daher eine sichere und benutzerfreundliche Lösung, um mit derselben Karte (oder demselben Token) möglichst viele Passwörter abzuschaffen. Einem Klinik-Mitarbeiter sollte es mit dieser einen Lösung möglich sein, morgens in die Garage zu gelangen, sich am PC anzumelden, diverse Programme zu starten, die Zeiterfassung zu bedienen und in der Kantine zu bezahlen.
Mit der Multiapplikations-Karte und der Smartcard-Middleware von cryptovision ließ sich der Wunsch des CHL in idealer Weise erfüllen. Zu den ursprünglich vorgesehenen Anwendungsfällen sind inzwischen sogar noch weitere hinzugekommen. So wird die Mitarbeiterkarte nun auch genutzt, um E-Mails und Workflows digital zu signieren. Der Arbeitsalltag beim CHL ist durch die Kartenlösung einfacher geworden, während die Sicherheit gestiegen ist.
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Atos ist ein französischer IT-Dienstleister mit 120.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen betreibt ein Trust Center, das die komplette Bandbreite an PKI‑Diensten – von der Registrierung über die Zertifizierung bis hin zur Bereitstellung und Veröffentlichung der Zertifikate auf Verzeichnisdiensten – abdeckt. Die Speicherung der privaten Schlüssel erfolgte ursprünglich auf Smartcard, USB‑Stick oder als Soft‑PSE. Zusätzlich entschied sich Atos, den PKI-Kunden das Speichern privater Schlüssel auf einem geschützten Server (Key Roaming) anzubieten.
Key Roaming ist eine Lösung, die einerseits den Zugriff auf einen privaten Schlüssel von nahezu überall zulässt, die andererseits jedoch ohne Hardware (Smartcard oder USB-Stick) auskommt und so Kosten spart. Man kann den Betrieb eines Key-Roaming-Servers als SaaS (Software as a Service) betrachten.
Zur Realisierung des Key Roaming hat sich Atos für den Einsatz des remote/CSP von cryptovision entschieden. Der remote/CSP ist auf dem PC des PKI-Nutzers installiert und emuliert gegenüber einem Anwendungsprogramm eine Smartcard. Der remote/CSP greift jedoch nicht auf eine solche, sondern auf einen Key-Roaming-Server zu. Die Anwendung muss daher nicht an das Key Roaming angepasst werden.
Remote/CSP
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